WhatsApp: Forscher entdecken geheimes Spionageprogramm

Sicherheitsforscher von Kaspersky haben ein Spionageprogramm für Android entdeckt, das offenbar schon seit Ende 2014 eingesetzt wird und unter anderem in der Lage ist, WhatsApp-Nachrichten auszulesen. Verteilt wurde und wird die Software über gefälschte Webseiten, die den Seiten von Mobilfunkprovidern nachempfunden sind.

Die von ihren Entdeckern Skygofree getaufte Spyware ist ersten Erkenntnissen nach das Produkt eines italienischen Unternehmens, das sich auf die Entwicklung professioneller Überwachungsprogramm spezialisiert hat. Die Käufer dieser Programme sind in der Regel staatliche Behörden.

Kaspersky zufolge ist die Android-Version von Skygofree „eines der mächtigsten Spionageprogramme, das wir auf dieser Plattform jemals gesehen haben“. Indem sich das Programm in die erweiterten Bedienungshilfen (die Accessibility Services) einklinkt, kann es praktisch sämtliche auf dem Gerät dargestellten Inhalte auslesen. Diese Fähigkeit macht sich die Software unter anderem zunutze, um WhatsApp-Nachrichten abzufangen, die ansonsten von einer starken Verschlüsselung geschützt sind.
Ferner ist die Spyware aber auch in der Lage, über das eingebaute Mikrofon die Umgebung des Smartphones abzuhören. Das kann zum Beispiel automatisiert immer dann passieren, wenn sich Gerät und Besitzer an einem bestimmten Ort befinden. Ebenso unbemerkt kann das Programm Fotos und Videos aufnehmen. Daten auf dem Gerät sind im vollen Zugriff der Angreifer: Kurznachrichten lassen sich also ebenso auslesen wie Standortdaten.

Um überhaupt auf die Geräte zu kommen, ist Skygofree beim Download gleich mit einer ganzen Batterie an Exploits ausgestattet, die es erlauben, unterschiedliche bekannte Sicherheitslücken von Android auszunutzen, um auf dem Gerät Admin-Rechte zu erlangen.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist Skygofree als Staatstrojaner in erster Linie für gezielte Angriffe auf einzelne Personen zum Einsatz gekommen, eine massenhafte Verbreitung ist unwahrscheinlich. Geräte, auf denen Kaspersky eine Skygofree-Infektion feststellen konnte, fanden sich ausschließlich in Italien. Da die Spyware nun bekannt ist – nebst Hinweisen, mit denen sich die Infektion entdecken lässt – werden die meisten Antivirenprogramme für Android in Kürze in der Lage sein, die Schadsoftware zu erkennen.

Quelle: Chip

Huawei und Telekom warnen vor Angriffen auf Wartungsports

Ein IoT-Botnetz greift derzeit weltweit Modems von Huawei über einen Wartungsport an, die Deutsche Telekom spricht von bis zu 100.000 infizierten Geräten. Huawei gibt Sicherheitstipps und will einen Patch bereitstellen.

Huawei hat eine Sicherheitslücke in seinem Modem Huawei HG532 bestätigt. Ähnlich wie vor rund einem Jahr bei Angriffen auf das Netz der Telekom könnten Angreifer versuchen, den Wartungsport des Geräts für den Aufbau eines Botnetzes auszunutzen. Damals scheiterten die Angriffe unter anderem daran, dass die Malware nicht mit der Firmware der Modems kompatibel war.

Huawei wurde nach eigenen Angaben am 27. November von der Sicherheitsfirma Check Point auf das Problem hingewiesen und hat eine interne Untersuchung eingeleitet. Check Point hatte dazu ein Advisory mit der Nummer CPAI-2017-1016 veröffentlicht. Die Experten stufen die Lücke als „kritisch“ ein, das Unternehmen hatte bereits im Oktober ein Mirai-artiges Botnetz entdeckt, das für ähnliche Angriffe verantwortlich sein soll. Nach Angaben von Check Point schützen die Appliances R80, R77, R76 und R75 vor einem erfolgreichen Exploit.

Angriff über Port 37215

Ein Angreifer kann Pakete an den Port 37215 senden, um Angriffe zu starten. Ein erfolgreicher Exploit könne genutzt werden, um auf dem Modem beliebigen Code auszuführen. Damit könnte ein Gerät in ein Botnetz integriert werden und weitere Angriffe starten. Die Deutsche Telekom habe nach eigenen Angaben bereits ab dem 25.11. entsprechende Angriffe auf ihre Honeypots gesehen, wie eine Sprecherin Golem.de sagte. Das Volumen habe bis zu 200.000 Datenpakete pro Stunde betragen, nach Schätzungen der Telekom sollen etwa 80.000 bis 100.000 Geräte infiziert sein. Aus Deutschland seien allerdings keine erfolgreichen Angriffe bekannt.

Konsumenten können sich mit einigen einfachen Tipps schützen. So sollten sie zunächst, falls noch nicht geschehen, die eingebaute Firewall des Gerätes aktivieren und das Default-Passwort ändern. Außerdem rät Huawei, „auf ISP-Seite“ eine Firewall zu aktivieren. Anbieter, die entsprechende Geräte im Angebot haben, sollen die Intrusion-Prevention-Signaturen in Version IPS_H20011000_2017120100 einspielen, um Kunden vor Angriffen zu schützen.

Quelle: Golem

Backdoor in D-Link Router

In der Firmware von D-Link Routern wurde ein Bug entdeckt, über den sich potenzielle Angreifer in das Administratoren-Interface einloggen und Aktionen durchführen können.

Der für den Zugriff auf das Gerät benutzte Internetbrowser muss den User-Agent-String „xmlset_roodkableoj28840ybtide“ ausgeben.

Betroffene Modelle sind: DIR-100, DIR120, DI-624S, DI-524UP, DI-604S, DI-604UP, DI-604+ und TM-G5240.

Bei D-Link gibts einen Patch.

Schumachers Unfall Video


Eine Meldung die uns so eben erreichte ist nicht nur dreist sondern auch schamlos.

Es befindet sich ein Video im Netz, angeblich über Facebook verbreitet, dass Michael Schumachers Skiunfall zeigen soll.

Dieses Video wird in französicher Sprache angezeigt. Bitte klicken Sie dieses Video nicht an, denn wenn Sie das tun, sollen Sie es zuerst liken, also weiterverbreiten und anschließend müssen Sie noch einen Player herunterladen um das Video ansehen zu können. Dieser Player beinhaltet einen Trojaner der Ihre Daten ausspähen soll.

Dieses Video soll bald auch in deutscher Sprache verbreitet werden. Bitte nicht anklicken und nicht weiterverbreiten. Es existiert kein Video von Schumachers Unfall.